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Biographien Ulrich
von Hutten
Ludwig
I. & Lola Montez Julius
von Plänckner |
Der
vielgelesene Wanderschriftsteller der Kaiser-Wilhlem-Zeit leitete
1890 durch sein Rennsteigbuch den Ansturm des Bildungsbürgertums
auf den thüringer Höhenpfad ein.
Trinius ließ sich gerne als "Wiederentdecker" des Rennsteigs feiern, für den er übrigens stets die südwestthüringische Form Rennstieg verwandte. Seine darauf gegründete Popularität als Wanderbuchautor brachte ihm auch den Titel eines Geheimen Hofrats ein, den ihm einer seiner größten Verehrer, der Herzog von Sachsen-Coburg verlieh. Trinius traf genau die Stimmungslage der Zeit, indem er den "geheimnisvollen Weg" auf dem thüringer Gebirge als ehrwürdiges Geschichtsdenkmal feierte, dessen Erwanderung er zugleich als Pioniertat zweier Blutsbrüder schilderte, die manchen Krug unterwegs leeren. Es war die Zeit, als Karl May erste Erfolge feierte und Deutschlands Drang nach Kolonien allenthalben eine abenteurlustige Stimmung weckte. Da kam Trinius' Schilderung einer Rennsteigwanderung als bürgerlich temperiertes Freizeitabenteuer gerade zupaß, zumal fern der Städte in luftiger thüringer Höhe noch manches Rätsel der Entziferung harrte. Der geschichtsträchtige
Nimbus des Rennsteigs übte speziell auf das Bildungsbürgertum
seine Faszination aus. Lehrer, Professoren, Sprach- und Heimatkundler
folgten bald den Spuren Trinii und als Ludwig Hertel am 3. Oktober
1892 seinen Aufruf zur Gründung eines Rennsteigvereins
ins Gästebuch des Waldhauses Weidmannsheil schrieb, huldigte
er dem Rennsteigpionier mit seinen "Neuen Casusregeln":
der Rennsteigfahrt? Doch Trinius! Oh
Wandersmann, Du irrest nie,
Drum
lieber Freund, ruf' mit mir froh:
Auf
allen Pfaden grad und krumm
Oh
Trini, sollst gepriesen sein
Von
wem begeistert dicht' ich so?
Dieser konnte
20 Jahre später schreiben: "Als mein Buch über den
Rennstieg erschienen war, begannen weitere Kreise wieder auf
Thüringens wundersamen Höhenpfad aufmerksam zu werden.
Alfred Roßner, der so früh Verewigte, schrieb ein
fröhliches Büchlein, anknüpfend an das meine.
Er war es, der zuerst den Felsen auf der Schwalbenhauptswiese
als "Porphyr Trinii" bezeichnete. ... Seitdem stürmen,
wenn die Pfingstglocken durch deutsche Lande läuten, Männlein
und Weiblein in froher Geselligkeit über den Rennstieg
hin". Erinnerungen auf dem Rennsteig:
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