KÄSTEN
 
 

Pidgin, Kreole und Proto-Sprache
. Diese entstanden unter Kindern von Pidgin-Sprechern, wenn die Muttersprache Pidgin war.
Klassisches Beispiel: Sklavenhaltergesellschaften, wo die Eltern in eine fremde Sprachumgebung verpflanzt waren und nur noch ein Kauderwelsch erlernten. War die nächste Generation überwiegend deren Pidgin ausgesetzt, so bildete sie eine höher entwickelte Sprache aus (Creole), die als proto-Typ für simple, nicht sehr komplexe Sprache anzusehen ist.
Interessant: Über die verschiedenen Creoles hinweg - die z.B. aus afrikanisch-englischen, -portugiesischen usw. Pidgin-Kauderwelschs entstanden - ergaben sich gewisse, ähnliche Grundstrukturen, in denen man Grundstrukturen von Sprache überhaupt sehen kann.
Der Übergang von Pidgin zu Creole hat damit zu tun, daß es ein optimales Zeitfenster für den Spracherwerb gibt (^0-4 Jahre), das für die Pidgin-Eltern bereits geschlossen war, für ihre Kinder aber zur Verfügung stand. 
 

 
Broca-Zentrum
motorisch; "no words"; #).
klumpige Verdickung im Schläfenbereich
Pinker/Deacon/Calvin/Bickerton
under construction

Die die Gehirnforschung des letzten Jahrzehnts hat gezeigt, daß die klassische Aufteilung in zwei isolierte Sprachzentren (das andere ist das Wernicke-Zentrum, s.u.), wie sie die Betrachtung für ein Jahrhundert beherrschte, so keine Gültigkeit hat. Sprache ist viel weiter im Gehirn verteilt als lange angenommen und an seiner ganzen Organisation beteiligt.


 

Die höchste Bewertung des Broca-Zentrums findet sich z.Zt. bei Steven Pinker, der die Frage stellt, ob dieses Hirnareal nicht die Pforte zum lange gesuchten "Grammatikorgan" öffnen könnte.

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+ kleines Broca-Zentrum bei Schimpansen (dann wohl auch A.?), was noch ein Rätsel ist, aber darauf hindeuten könnte, daß es nicht nur sprachl. Bedeutung hat (Leakey 1981:133).
 
 
 
 
 

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