Wie den Nazis die
Enteignung der Dreiturm-Fabrik gelingt
Nach den Reichstagswahlen im März 1933 beginnt in Schlüchtern
und Steinau der Terror gegen den jüdischen Firmenbesitzer Max
Wolf
Von Christine Wittrock
Noch
sind die National-sozialisten nicht an der Macht: 1930 zieht die
Seifenfabrik Dreiturm, 1825 von der jüdischen Familie Wolf
in Schlüchtern gegründet, wegen der Erweiterung des Firmengeländes
ins benachbarte Steinau an der Straße. Die "Dreiturm" entwickelt
sich zum größten Arbeitgeber der Region. Sie gilt als
fortschrittliches Unternehmen mit mustergültigen Sozialleistungen,
übertariflichen Löhnen und der zu dieser Zeit seltenen
40-Stunden-Woche.
Die Herrschaft des Faschismus beginnt auch in der
Bergwinkelregion - wie überall im Deutschen Reich - mit Verhaftungen
und Hausdurchsuchungen. Bei den Reichstagswahlen im März 1933
erhalten die Nationalsozialisten in Schlüchtern und Steinau
satte Mehrheiten von über 50 Prozent. Das ist das Fanal für
den örtlichen Terror gegen politisch anders Denkende. Max
Wolf wird unter Hausarrest gestellt; sein Bruder Arnold, der
als promovierter Chemiker ebenfalls im Werk arbeitet, wird mit einer
Reihe anderer Dreiturm-Mitarbeiter in Schutzhaft genommen und ins
Steinauer Gefängnis im Schloss gebracht.
Der NSDAP-Fraktionsvorsitzende des Kreistages, Oberförster
M., avanciert zum Kreispolizeikommissar. Sein Parteifreund Adolf
G. wird zum Landrat für den Kreis Schlüchtern gemacht.
Ihm zur Seite steht der schnell zum Kreisoberinspektor aufgestiegene
SS-Mann August D. Das erklärte Ziel der Nazis ist, die "rote
Hochburg" Dreiturm politisch zu liquidieren.
Frühjahr 1933: Max Wolf versucht zu retten, was
noch zu retten ist. Sein Steuerberater Karl E., NSDAP-Mitglied seit
1931, schlägt ihm vor, die Firma zu verpachten und "in rein
arische Hände" zu legen, - damit "Sie künftig Ihre Ruhe
haben", wie er sich ausdrückt. Er rät, die Prokuristen
Adolf Bell und Bruno Hoppe als Geschäftsführer einer neu
zu gründenden Gesellschaft einzusetzen, und bietet sich selbst
an, den Vorsitz des Aufsichtsrates zu übernehmen und als Verbindungsmann
zur NSDAP zu fungieren. Die Familie Wolf lässt sich schweren
Herzens auf diese "Gleichschaltungs"-Ratschläge ein. Das Unternehmen
bekommt nun eine so genannte "arische" Leitung, und Max Wolf hat
nur noch durch einen Beratungsvertrag Einfluss auf sein Werk.
Aber das genügt der örtlichen Parteiprominenz
keinesfalls. Sie will die Enteignung.Dafür setzen Landrat G.,
sein Adjutant August D. und die Gestapo Kassel mit ihrem obersten
Leiter Friedrich P. S.alle Hebel in Bewegung. Allerdings ist man
sich in der NSDAP keineswegs einig, wie man gegen Dreiturm und die
Familie Wolf vorgehen soll. Die Partei war kein monolithischer Block.
In der Folgezeit widersetzen sich einige NSDAP-Funktionäre
den Enteignungsbestrebungen, insbesondere der Kreispolizeikommissar
Kurt M.
Vorläufig sammelt das Landratsamt Schlüchtern,
das wie eine Gestapo-Außenstelle agiert, emsig Material gegen
Dreiturm. Behilflich ist ihm dabei ein Chauffeur des Werkes: Nikolaus
K., seit Jahren bei Dreiturm beschäftigt und intimer Kenner
vieler politischer Details, die für die Gestapo von Interesse
sind. Mit der Bitte, seine Denunziation vertraulich zu behandeln,
gibt er bereits im April 1933 zu Protokoll, dass er verschiedene
Dreiturm-Mitarbeiter jeden Dienstag nach Frankfurt gefahren habe.
Nach seinen Beobachtungen hätten diese dann an der Hauptwache
linke politische Publikationen verkauft. Auch erfährt die Gestapo,
dass im Sommer 1932 bei einer Autofahrt zwischen Max Wolf und anderen
die Fortschaffung wichtigen Schriftmaterials erörtert wurde.
Auch andere Denunzianten melden sich zu Wort: Der
Dreiturm-Portier Karl B., der Friseur und spätere Tankstelleninhaber
Fritz K. und der Dreiturm-Angestellte Waldemar L. tragen allerlei
zusammen, was die Gestapo interessiert: Zum Beispiel, dass die Geschäftsleitung
im Werk nicht mit "Heil Hitler" grüßt, wer was über
die neue NS-Herrschaft geäußert hat, wer an wen verdächtige
Bücher ausgeliehen hat. Der Gelnhäuser SS-Truppführer
Albert E. im Verbund mit der Gestapo Kassel und dem Landratsamt
Schlüchtern setzt Spitzel auf Personen an, von denen man weiß,
dass sie rückhaltlos zu Max Wolf und gegen die geplante Enteignung
seines Betriebes stehen werden: Opfer dieser Machenschaften ist
in erster Linie Max Wolfs ehemaliger Kriegskamerad Adolf Bell, der
seit Jahren in der Leitung der Dreiturm arbeitet. Bell setzt alles
daran, die Enteignung zu verhindern.
In den Sommermonaten 1933 wird der Spielraum für
die Dreiturm spürbar enger: Die NSDAP, vertreten durch ihren
Steinauer Ortsgruppenleiter Fritz F., zwingt die Geschäftsleitung,
linke Arbeiter zu entlassen und stattdessen verdiente alte Kämpfer
der NSDAP einzustellen. Max Wolf zieht mit seiner Familie nach Frankfurt,
um sich dem Druck der Nazis in der Kleinstadt zu entziehen. Die
Gestapo hat schließlich genug Material gegen die Dreiturm
zusammengetragen, um zu dem gewünschten Ergebnis zu kommen,
dass dieser Betrieb volks- und staatsfeindlichen Bestrebungen gedient
hat und folglich enteignet werden muss.
Im März 1934 ist es so weit: Max und Arnold Wolf
werden kurzerhand in Schutzhaft genommen. Wenige Tage später
beschlagnahmt der Kasseler Regierungspräsident Konrad M. das
Dreiturmwerk und setzt einen Wirtschaftskommissar ein, der das Vertrauen
der Gestapo genießt: Walther R., Kaufmann aus Kassel. Die
ersten Amtshandlungen, die der neue Wirtschaftskommissar vornimmt,
sind die Kündigung des Beratungsvertrages mit Max Wolf und
die Entlassung von Arnold Wolf.
Nun haben die Nazis freie Hand im Betrieb, wenngleich
es sich vorerst nur um eine Beschlagnahme, nicht um eine Enteignung
handelt. Die Geschäftsführer Bell und Hoppe werden massiv
unter Druck gesetzt, sich der neuen Firmenleitung zu beugen. Dabei
ist die Drohung mit der Einweisung in ein Konzentrationslager durchaus
im Bereich des Üblichen. Auf Hoppes Nachfrage, er könne
sich nicht vorstellen, dass man jemanden ohne Grund ins KZ verbringen
kann, antwortet ihm der Kreisoberinspektor D. in unverblümter
Offenheit: Es kann jeder in Schutzhaft genommen werden. Eine Begründung
findet sich dann schon.
Max Wolf und seinen Freunden wird klar, dass sie auf
höherer Ebene agieren müssen. Gegen die provinzielle Partei-Mafia,
bestehend aus dem Landratsamt Schlüchtern, dem Regierungspräsidenten
und der Gestapo Kassel, haben sie keine Chance. Also wendet man
sich an das Reichswirtschaftsministerium. Max Wolf fährt nach
Berlin, nimmt Kontakt zu Anwälten auf und trifft sich mit einem
alten Bekannten aus Schlüchtern: dem Oberförster Kurt
M. M. weilt zu dieser Zeit in einem Forsthaus in Brandenburg, wo
auch die Nazi-Prominenz, unter anderen der Reichsjägermeister
und Ministerpräsident Hermann Göring, des Öfteren
zu Besuch kommt. M. schreibt von dort aus an seinen Schlüchterner
Parteifreund, den Landrat G., und betont, dass er Max Wolf "rein
zufällig" in Berlin getroffen habe:
"Als ich neulich nach Besichtigung der Geweihausstellung
mit einigen Parteifreunden im Berliner Hofbräuhaus saß,
tauchte plötzlich ein alter Bekannter aus politisch sehr bewegter
Zeit auf - Max Wolf aus Steinau, seines Zeichens Seifensieder .
. . Er teilte mir mit, daß beabsichtigt wäre, seine Fabrik
zu enteignen, weil sie staatsfeindlichen Zwecken gedient hätte
. . . Die Behauptung, die Wolf'sche Fabrik hätte vornehmlich
oder überhaupt staatsfeindlichen Interessen gedient, ist meines
Erachtens vollkommen abwegig. Ein Beweis hierfür wird sich
wohl niemals erbringen lassen. Fest steht lediglich eins, daß
sich leitende Angestellte vor der Machtergreifung in jetzt staatsfeindlichem
Interesse betätigt haben, daß Wolf selbst sich in diesem
Sinne betätigt hat . . . Eine Mitgliedschaft bei einer der
damals links orientierten Parteien ist ihm meines Wissens aber nicht
nachzuweisen, ebensowenig wie ein irgendwie illoyales Verhalten
nach der Machtübernahme."
Damit stellt sich M. vorsichtig auf die Seite der
Wolfs, was ihm allerdings in den nächsten Monaten viele Probleme
bereiten wird. Sein Parteifreund D. aus dem Landratsamt antwortet
ihm denn auch postwendend:
"Lieber Kurt! Durch Herrn Landrat erfahre ich von
dem Versuch des Max Wolf, Dich vor seinen Wagen zu spannen. Du siehst
die Dinge, von denen Du zeitlich inzwischen stark abgerückt
bist, in jeder Beziehung unzutreffend. Zunächst, bitte, rufe
Dir in Erinnerung, aus welchen Gründen Dir damals die Kreispolizei
übergeben worden ist. Es geschah dies allein zu dem Zwecke,
um den gefährlichen Wolf'schen Betrieb politisch tot zu machen.
Du weißt noch, daß unsere ersten gemeinsamen Maßnahmen
nur darauf abgestellt waren . . ."
Aber damit war der ehemalige Polizeikommissar vom
Kreis Schlüchtern offenbar nicht auf Linie zu bringen. Der
Dreiturm-Geschäftsführer Adolf Bell fährt ebenfalls
nach Berlin. M. verspricht ihm, die Sache seinem obersten Parteifreund
Hermann Göring vorzutragen, der demnächst zu Besuch käme.
Aber auch hohe Beamte der Kasseler Gestapo reisen
nach Berlin, um zu intervenieren. Als Adolf Bell Ende Mai 1934 von
seiner letzten Berlin-Reise nach Schlüchtern zurückkehrt,
findet er zwei Briefe vor: In dem einen verbietet ihm der Wirtschaftskommissar
R. das Betreten der Firma Dreiturm, in dem anderen wird ihm vom
Gestapochef P. S. mitgeteilt, dass er unter Hausarrest steht. Die
Berliner Anwälte erreichen nach einigen Tagen die Aufhebung
des Hausarrests.
Bell geht an diesem Abend zum Essen ins Hotel Deutscher
Kaiser, wo er von einigen Schlüchternern verhalten gewarnt
wird. Ein SS-Mann spricht ihn an: "Gehen Sie noch nicht weg, bleiben
Sie noch etwas hier, das wird besser sein." Bell spielt noch eine
Partie Billard und geht gegen halb elf nach Hause. Eine halbe Stunde
später hört er das Klirren der eingeworfenen Fensterscheiben
bei seinem etwa 200 Meter entfernt wohnenden Kollegen Bruno Hoppe
in der Alten Bahnhofstraße. Es fallen auch Schüsse, und
man hört Rufe wie "Judenknecht verrecke". Ein Anruf dort bestätigt
Bell, dass bei Hoppe gerade das Haus demoliert wird. Hoppe bittet
ihn, die Polizei anzurufen; er könne nicht telefonieren. Im
gleichen Augenblick werden auch schon im Hause Bell die Fenster
zertrümmert. Bell versucht telefonisch die örtliche Polizei
zu erreichen - ohne Erfolg. Er meldet beim Postamt ein Ferngespräch
an, will seinen Anwalt sprechen - ohne Erfolg.
Inzwischen tragen die Kontakte nach Berlin erste Früchte:
Oberförster M. wird als Sonderbeauftragter des Ministerpräsidenten
Hermann Göring eingesetzt, um die Vorfälle in Schlüchtern
zu untersuchen. Er schlägt sein Hauptquartier im Hotel Löwe
auf. Kurt M., alter Kämpfer und erfahren als früherer
Kreispolizeikommissar, will in Schlüchtern aufräumen.
Er will, wie er sagt, die Staatsautorität wiederherstellen
und ist mit weitgehenden Vollmachten von Hermann Göring ausgestattet.
Der Anschlag auf die Häuser von Bell und Hoppe soll nun aufgeklärt,
der Kreisoberinspektor D. entlassen und der von Kassel eingesetzte
Wirtschaftskommissar bei Dreiturm, Walther R. abgesetzt werden.
Als Erstes verhaftet M. den Gelnhäuser SS-Sturmführer
Albert E., der den Pogrom gegen Bell und Hoppe organisiert hatte.
Er nimmt ihn in Schutzhaft ins Schlüchterner Gefängnis.
Dann lässt er in einer spektakulären Aktion verschiedene
stadtbekannte Nazis öffentlich zum Verhör vorführen,
indem er sie wie Angeklagte vorladen und durch die Stadt führen
lässt. Auch der Landrat wird verhört. Dieser und die Gestapo
Kassel sehen allmählich ihre Felle davonschwimmen. Nochmals
interveniert der Gestapo-Leiter P. S. in Berlin beim Ministerpräsidenten
und droht, von seinem Amt zurückzutreten. Damit hat er schließlich
Erfolg: Hermann Göring scheint die Lust verloren zu haben an
diesem Fall. Er lässt M. zurückrufen und erklärt
seinen Auftrag für beendet.
Nun geht es geradewegs auf die Enteignung zu. Anfang
Juli 1934 wird das Dreiturm-Vermögen, das bis dahin nur beschlagnahmt
war, entschädigungslos eingezogen. Gleichzeitig werden sowohl
Max Wolf als auch Adolf Bell verhaftet.
Bei Wolf lautet der Vorwurf, wie meist bei politischen
Verfahren gegen Sozialdemokraten und Kommunisten, "Vorbereitung
eines hochverräterischen Unternehmens". Bell wirft man vor,
durch seine Äußerungen das Ansehen des Staates und der
NSDAP schwer geschädigt zu haben. Fast fünf Monate sitzt
Max Wolf in Untersuchungshaft in Berlin-Plötzensee. Langfristig
kann die Justiz allerdings den Haftbefehl gegen ihn nicht aufrechterhalten.
Die Anklage wird fallen gelassen. Der Zweck der Prozedur - die Enteignung
der Dreiturm-Werke - war erreicht.
Auch Adolf Bell sitzt mehrere Monate in Untersuchungshaft.
Ihn aber will man verurteilen. Natürlich finden sich genügend
gesinnungstüchtige Richter und Staatsanwälte, die die
volle Härte der Nazi-Gesetzgebung gegen Adolf Bell ins Feld
führen. Und es finden sich willfährige Zeugen, die Bell
seit geraumer Zeit bespitzelten: der Chauffeur K., der Portier B.
und der Friseur K. Im Oktober 1934 verurteilt das Sondergericht
Kassel den 43-jährigen Adolf Bell zu einem Jahr und drei Monaten
Gefängnis. Damit ist der entschiedenste Kämpfer gegen
die Dreiturm-Enteignung hinter Gitter gebracht.
Der Dreiturm-Konzern gehört nun dem Staat. Er
wird ein Jahr später von der Konkurrenzfirma Sidol zu einem
Spottpreis von eineinhalb Millionen Reichsmark aufgekauft. Der Wert
des Unternehmens betrug zu diesem Zeitpunkt etwa dreieinhalb bis
vier Millionen Reichsmark.
Max Wolf und seine Familie emigrieren nach England,
wohin ihm später auch sein Bruder Arnold und der aus dem Gefängnis
entlassene Adolf Bell folgen. Mit Hilfe von Freunden gelingt es
ihnen, in England ein neues chemisches Werk zu errichten. Die meisten
der leitenden Mitarbeiter der Dreiturm und die politischen Freunde
Max Wolfs sind in alle Winde zerstreut. Geschäftsführer
Hoppe wird entlassen.
Wie viele Betriebe wurde auch die Dreiturm in Steinau
auf die Produktion von Rüstungsgütern im Krieg umgestellt.
Der Sidol-Konzern, zu dem die Dreiturm seit der "Arisierung" gehörte,
arbeitete an der Rüstungsfertigung auf höchster Dringlichkeitsstufe
nach dem "Führernotprogramm". Der Arbeitskräftebedarf
wird mit Zwangsarbeitern und Zwangsarbeiterinnen gedeckt, insbesondere
mit russischen Kriegsgefangenen.
Kurz vor Kriegsende, Karfreitag 1945, fällt das
Dreiturmwerk einem Tieffliegerangriff zum Opfer. 70 Prozent der
Gebäude und 85 Prozent der Maschinen und Einrichtungsgegenstände
werden ein Raub der Flammen.
Nach Kriegsende versucht Max Wolf, die Dreiturm wiederzuerlangen.
Aber es dauert noch drei Jahre juristischer Auseinandersetzung,
bis die Rückgabe durchgesetzt ist. Max Wolf konnte sich darüber
nicht mehr lange freuen. Er starb im selben Jahr 1948. Max Wolfs
Sohn Gerald Wolf, der heute 82-jährig in England lebt, übernahm
1948 die Leitung der Dreiturm, verkaufte 1970 50 Prozent an Rudolf
Hedler, der die Unternehmensführung als geschäftsführender
Gesellschafter übernahm. Die Hälfte des Unternehmens gehört
noch heute der Familie Wolf.
Die Historikerin Dr. Christine Wittrock hat Bücher
zur Geschichte sozialer Bewegungen und über regionalen Faschismus
veröffentlicht. Die Geschichte der Seifenfabriken in Schlüchtern
und Steinau wird Ende 2002 erscheinen.
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Copyright © Frankfurter Rundschau 2001
Dokument erstellt am 20.11.2001 um 00:00:32 Uhr
Erscheinungsdatum 20.11.2001
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