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Wo Fuchs und Legionär sich grüßten

Oberursel-Hohe Mark - Falkenstein - Fuchstanz - Sandplacken - Saalburg - Bad Homburg

Wenn die römischen Legionäre von Nida (Frankfurt-Heddernheim) zum Limeskastell am Kleinen Feldberg hinauf marschieren mußten, benutzten sie die "Pflasterstraße", die hinter Oberursel-Hohe Mark ziemlich steil den Taunuskamm in Angriff nahm. Das Plateau am heutigen Fuchstanz war das erste ebene Wegstück, und zu diesem natürlichen Rastplatz mit zwei Gasthäusern radeln wir heute hinauf - wobei wir den römischen Steilanstieg freilich weiträumig umfahren....

Start: Hohe Mark (Endstation "Taunus U-Bahn" U 3)
Ziel: Bad Homburg (S 5) oder Gonzenheim (U 2)
Streckenlänge: 31 km
Streckencharakter: sanftmöglichst (und auf 9 km verteilt) von 315 m auf 670 m hinauf!
Dann 22 km "Radel & Roll" hinunter auf 170 m - und das alles auf gut präparierten Forstfahrwegen.
Sehenswürdigkeiten: Burgruine Falkenstein: herrlicher Ausblick über den Vordertaunus in die Mainebene mit Frankfurt.
Saalburg: perfekt restauriertes Römerkastell.
Bad Homburg: Taunus-Therme; Kurpark
Einkehrmöglichkeiten: außerhalb der Ortschaften: Sandplacken; Saalburg.

 

 

Burgruine Falkenstein

Von der 1330 erstmals erwähnten Burg sind bedeutende Mauerreste des Berings mit Burgtor (1855 erneuert) und niedrigen Rundtürmen sowie der quadratische Bergfried in "Butterfaßform" erhalten. Das Besondere an diesem Platz ist, daß man von hier den vielleicht stärksten Ausblicke auf Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet hat, den es vom Taunus aus überhaupt gibt. Man stelle sich einmal vor, die alten Rittersleut' wären eines Morgens auf den Balkon getreten und hätten ,,Megallopolis" so vor sich liegen gesehen...

Zu Zeiten der Kronberger Malerkolonie war diese Perspektive aus dem sog. "Malerwinkel" (die Wiesen unterhalb Falkensteins) auch der meistgemalte Blick vom Taunus gen Frankfurt.

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Der Fuchstanz

Auf dem Hochsattel zwischen Altkönig und den beiden Feldbergen kreuzen sich seit alters die Wege. Auch der römische "Pflasterweg" aus Nida (Frankfurt- Heddernheim) zum Feldbergkastell führte über diesen einzigen natürlichen Rastplatz beim Taunusaufstieg. Liegt da nicht die Vermutung nah, daß hier schon seinerzeit ein Schankbetrieb bestand? Ob die Füchse freilich hier damals schon tanzten, ist nicht überliefert, eine Namenserklärung freilich ebenso wenig...

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Saalburg

Um 80 n. Chr. hatten sich die Römer so weit in Mainz etabliert, daß sie die fruchtbare Wetterau als Kornkammer dieses Gebiets absichern wollten. Der Taunuskamm wurde als natürliche Grenze befestigt, und von diesem Sporn aus wurde die Wetterau umfaßt, wobei am Main unten, vor Miltenberg, der Sack zugemacht wurde.

rekonstruiertes LandschaftspanoramaDas Saalburg-Kastell - Grenzübergang an einem wichtigen Paß des Main-Lahn-Verkehrs - war für eine Kohorte von 500 Mann gebaut. Nach dem Rückzug der Römer (260) verfiel die Anlage, wurde vom Wald überwuchert und geriet in Vergessenheit. Als 1723 auf dem Bergsattel ein dem Caesaren Caracalla geweihter lnschriftenstein gefunden wurde, kam der römische Ursprung der dort befindlichen Mauerreste wieder ans Licht. 1853-62 schließlich wurden erste Grabungen unternommen, die ab 1870 - es war die Zeit, als Schliemann Troja entdeckte - systematisch durchgeführt wurden.

1898 faßte dann Kaiser Wilhelm II. den Plan, den letzten römischen Bauzustand wiederherzustellen. Diese aus der romantisch rekonstruierenden Denkmalpflege des 19. Jh. geborene Idee brachte eines der wenigen Beispiele dafür hervor, daß dieses heute verpönte Vorgehen hier und da auch einmal sinnvoll war: Wie die Bilder im Saalburgmuseum zeigen, waren tatsächlich nur noch Grundmauern vorhanden. Exakt auf diesen wurde nun die Rekonstruktion aufgebaut, wobei durch Vergleich mit ähnlichen, aber besser erhaltenen Bauwerken (insbesondere dem Legionslager von Lambaesis, Algerien) die Annäherung an das Original ein hohes Maß an Wahrscheinlichkeit erlangt haben dürfte. Im Museum befinden sich Grabungsfunde: Alltagsgeräte, Kleidung, Waffen; sehr interessant die rekonstruierte Wehrtechnik (Katapulte mit Seilfedern); im Modell wird die Gesamtanlage anschaulich dargestellt; außerdem: Original Wandgemälde aus einer römischen Offizierswohnung (Kastell Echzell). Vor dem Kastell liegen Grundmauern eines römischen Bades, eines Wohnhauses (wahrscheinlich das des Kommandanten) und anderer Gebäude.

Öffnungszeit: Täglich 8-17 Uhr.

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Taunus Therme Bad Homburg

Da hätten selbst die thermenverwöhnten Römer große Augen gemacht: Unter chinesischem Pagodendach lädt eine Wasserlandschaft von 1400 Quadratmetern plätschernd, sprudelnd, brausend, heiß oder kalt zu Entspannung und Fitness ein.

Herzstück der Anlage ist ein Ensemble von Saunas nebst Bar, und ein vorzügliches Restaurant rundet die Sache ab.

Öffnungszeit: Täglich 9-23 Uhr, Mi./Fr/Sa. bis 24 Uhr.

taunus-therme.de

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