Wandern im Taunus
35 Touren, exakte Karten & Höhenprofile
Einleitung | weisser Kern
| Wasser & Wein | Kelten
& Römer
aktuelle Informationen zu diesem Wanderführer
nun auf
Taunus-Blog
von Stefan Etzel
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Hier
können Sie sich einen Eindruck verschaffen, was Sie auf den einzelnen
Touren erwartet - und schon ein bißchen träumen von Wandertouren
durch eines der abwechslungsreichsten deutschen Mittelgebirge, dessen Lage
in der Mitte Deutschlands zwischen Rhein-Main- und Ruhrgebiet es von allen
Seiten aus leicht zugänglich macht.
Hier
finden Sie auch ausführlichere Informationen über manche Sehenswürdigkeiten
und Hintergründe, die im Buch keinen Platz mehr fanden -
und
falls Sie das Buch noch nicht kennen, können Sie es hier auch bestellen.
Und hier gehts zum Taunus (Einleitung des Buches):
Der Taunus
Berge, Bäder, Burgen, Wein zwischen Lahn und Rhein-Main
Im 19. Jahrhundert zählte der Taunus zu den berühmtesten Wanderlandschaften
Deutschlands, als Kaiser und Könige in dem bäderreichen Land
kurten, die Freiluftmaler das "schönste Mittelgebirge der Welt" (Humboldt)
entdeckten und der "Bund der Feldbergläufer" 1868 als erster deutscher
Gebiets-Wanderverein gegründet wurde, aus dem dann der Taunusklub
hervorging.
Heute
ist es stiller geworden um den Wanderruhm dieses Südausläufers
des Rheinischen Schiefergebirges, der mit seinem Hauptkamm in Frontlage
die Mainebene bei Frankfurt wie eine Theaterkulisse begrenzt und das
Naherholungsgebiet der Rhein-Main-Region ist. Fragen Sie dort aber mal
jemanden, was der Taunus denn nun genau sei, so werden Sie auf eine
erstaunliche Unsicherheit stoßen: Gehört der Hintertaunus
dazu, oder liegt der nur hinter dem Taunus, dem "eigentlichen" nämlich,
womit dann der Hauptkamm gemeint wäre? Und was ist mit dem Rheingau,
dem Wispertal, der Loreley? "Na, die liegt aber am Rhein" werden sie
hören - und nicht etwa "im Taunus", zu dem der Schieferfels über
dem Rheintal aber geografisch gehört.
Der Taunus ist eben kaum zu fassen und steckt voller Widersprüche
- eine Haupteigenschaft mit gravierenden Nebenwirkungen, nämlich
Vielfalt und Abwechslungsreichtum wie in kaum einem anderen deutschen
Mittelgebirge: Endlose Wälder sind genauso "typisch" für den
Taunus wie weite Offenlandschaften, Berggipfel mit Paradeblick auf die
Wolkenkratzer einer Weltstadt genauso wie golden wogende Feldfluren
oder windzerzauste Höhen, wo sich schiefergraue Häuser ducken
- bis man dann ein, zwei Wanderstunden weiter ein Weindorf erreicht,
das sich behaglich in der Sonne aalt und Vater Rhein verschwörerisch
zublinzelt.
Dieses stete Wechselspiel malerischer Kleinräume mit ausgeprägtem
Eigencharakter macht den Charme unseres Wandergebietes aus, das als
zusammengehöriges Ganzes namens Taunus erst gegen Mitte des 19.
Jahrhunderts die Bühne betrat - und davor praktisch namenlos war!
Meist sagte man einfach "die Höhe" (daher Bad Homburg "vor der
Höhe") und sprach von den dahinter liegenden Siedlungen als den
"überhöhischen Dörfern".
Der Name Taunus taucht erst in romantischer Zeit auf und wurde seit
1813 von dem Schwärmer Isaac von Gerning (1767-1837) propagiert, der
in einem "Tauninum" getauften Kronberger Wehrturme saß und hymnische
Preisgesänge auf sein heimisches Arkadien sang:
Dich, o Taunusgefild, umschwebt ein göttlicher Geist oft,
Und in menschlicher Brust wehet beseelend sein Hauch.
Von Gerning berief sich bei seinem Taufakt auf Tacitus, der um 109 n.
Chr. in den "Annalen" von einem "Monte Tauno" spricht, zu dem 100 Jahre
zuvor Germanicus von Mainz aus über den Rhein ins Chatten-Gebiet vorgestossen
war. Die Gelehrten streiten bis heute, welcher Berg genau gemeint gewesen
sein könnte, manches spricht fürs Feldbergmassiv.
Als erstes griff das Bildungsbürgertum von Gernings klassisch beseelten
Taunus-Begriff auf, der sich zunächst auf den Hauptkamm beschränkte.
Der in den 1850er Jahren einsetzende Eisenbahnbau erschloss auch den Hintertaunus
bis zur Lahn, und zwar in zweifacher Hinsicht: Die armen Taunusbewohner
konnten endlich - statt nach Amerika auszuwandern - zur Arbeit in den Ballungsraum
pendeln, während die Städter zur Erholung ins Gebirge gondelten.
Diese "Taunustiroler" brachten gutes Geld in die Dörfer und kurbelten
so einen Wirtschaftszweig an, der bis heute Bestand hat.
Wann genau der Taunus im allgemeinen Bewußtsein in seinen heutigen
Grenzen endgültig Gestalt annahm, läßt sich nicht genau
sagen. Es ließe sich das Jahr 1883 nennen, in welchem über
Rüdesheim an der Südwestspitze des Taunus das Niederwalddenkmal
eingeweiht - und der "Bund der Feldbergläufer" in "Taunusklub"
umbenannt wurde, der nun sein Wegenetz auch durch den Hintertaunus bis
zur Lahn zu spinnen begann.
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Dunkle Schale - weisser Kern
Am Anfang war das Meer, das vor 400 Mio Jahren das heutige Taunusgebiet
bedeckte (und noch viel mehr), ein flaches Meer, auf dessen Grund sich
Schicht um Schicht - rund 50 Mio Jahre lang - Schlamme absetzten, sich
zu Tonschiefern verfestigten und dann unter dem zunehmenden Druck der
auflagernden Schichten versteinerten.
All das kam in Bewegung, Urkontinente prallten aufeinander, der versteinerte
Meeresboden wurde gestaucht, Schollen schoben sich übereinander
und falteten sich schließlich zu einem Hochgebirge auf. Das wurde
dann wieder fast abgetragen, weitere Hebungs- und Abbauprozesse folgten,
bleibender Schaden war ein Knacks, eine Bruchzone im Vorland des heutigen
Taunus-Hauptkamms, die in gewissem Sinne zur Mutter aller heutigen Taunus-Dinge
wurde.
Sie war die Schwächenaht, entlang derer die vor 65 Mio. Jahren
einsetzende Absenkung des Oberrheingrabens im Norden abriß, wobei
gleichzeitig das Taunusgebiet angehoben wurde und sich das heutige Profil
herausbildete - mit dem Hauptkamm in Frontlage.
Dessen extrem harter Kern war aus den Dünen an den Küsten
des Urmeeres entstanden!
Über die Jahrmillionen waren dort weiße Kieselsande hunderte
von Metern hoch aufgeweht worden - und hatten den Bruchschollen des
berstenden Meeresbodens wenig entgegenzusetzen, als diese sich darüberschoben.
Das erst verhalf den Sanddünen zu wahrer Langlebigkeit, denn durch
den Druck der auflagernden Gesteinsschichten wurden die Quarzkörnchen
in enger Korn-an-Korn-Verbindung zu einer homogenen Masse verschweißt,
hellem Quarzit, dessen Härte fast schon sprichwörtlich ist.
Beide Hauptgesteine des Taunus waren über die Jahrhunderte ein
wichtiges Abbauprodukt, zunächst der Schiefer als haltbare Hausverkleidung
(s. z.B. Wanderung 31), seit Ende des 19. Jahrhunderts auch der Quarzit
als hochfeste Grundlage für den Geleis- und Straßenbau und
als feuerfestes Material z.B. für Jenaer Glas (s. Wanderung 1).
Und dass die Loreley zum Taunus gehört, ergibt sich allein schon
aus ihrem Namen, der aus den alten Wörtern für Schiefer (lore)
und Fels (ley) gebildet ist...
Wenn wir den heutigen Taunus von Frankfurt aus betrachten, so können
wir uns in der einfachsten Form also vorstellen, dass der Hauptkamm,
den wir sehen, die verhärteten Dünen sind, die am längsten
dem Zahn der Zeit widerstanden, während das eher sanftwellige Hinterland
mehr aus Resten des einstigen Urmeerbodens besteht, wie sie die mannigfachen
Umwälzungen der Erdgeschichte "überlebt" haben - alles schön
herausmodelliert von den Eiszeiten der letzten 2 Mio Jahren.
Wenn wir auf unseren Wanderungen zwischen Main und Lahn immer wieder
den schönsten Schieferfelsen begegnen, seien sie im Walde versteckt,
von einer Burg gekrönt oder schlicht als Dachschindeln, dann fügt
sich nach und nach dann doch die vielfältige Taunuslandschaft zu
einer Einheit. Hochtaunus und Hintertaunus gliedern den Südostausläufer
des Rheinischen Schiefergebirges in seine beiden Haupträume, wobei
der Hintertaunus sich von maximalen Höhen um 600 m auf solche um
300 m am Rande des Lahntals absenkt. Rheintaunus, Lahntaunus, Wispertaunus
kommen als differenzierende Kleinräume hinzu, aber auch Goldener
Grund und Usinger Becken - und natürlich der Vordertaunus als beste
Wohnlage des Rhein-Main-Gebiets.
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Wasser & Wein
Man nehme ein gut halbvolles Glas Rheingauer Riesling und fülle
den Rest mit - echtem Selters auf: fertig ist die Taunusschorle, in
der sich die flüssigen Landschaftsessenzen prickelnd zum geschmacklichen
Sinnbild mischen.
Edele Tropfen wasserklarer wie weinseeliger Natur haben gemeinsam den
Taunus wie keine andere Region als Kulturlandschaft geprägt, weswegen
man gern von der "kurbäderreichsten Zone Europas" spricht, in der
auch "die besten Weine der Welt" gedeihen.
Dieser Ruhm wurde von Queen Victoria über den ganzen Erdball verbreitet,
die auf ihren Hochheimer schwor, den sie kurz "Hock" nannte. "Good Hock
keeps off the Doc", diese königliche Empfehlung befeuerte die Nachfrage
aus dem reichsten Land der Welt ungemein, wobei mit "Hock" bald überhaupt
die Weine des Rheingaus gemeint waren.
Im 20. Jahrhundert festigte sich der Ruf der westlichen Taunussüdlagen,
den "besten Wein der Welt" hervorzubringen. Solch unbedingtes Urteil
ist vielleicht typisch amerikanisch, aber muß es darum falsch
sein? Jedenfalls war es der amerikanische Weinguru Frank Schoonmaker,
der in seinen Büchern das hohe Lied französischer Lebensart
und ihrer wundervollen Vermählung von Küche und Keller sang
- um dann trotz Bordeaux und Bourgogne den Rheingau als das Fleckchen
Erde zu rühmen, "wo Sonne und Boden und eine besondere Traubensorte
mit menschlicher Nachhilfe ein Wunder vollbringen, das nirgendwo sonst
gewirkt oder wiederholt werden kann".
Wunder fallen auch in einem "gottgesegneten Landstrich" nicht vom Himmel.
Der Aufschwung zum besten Wein der Welt begann, als der Fürstabt
von Fulda 1716 den Johannisberg erwarb und konsequent auf Riesling umstellen
ließ, jene Traube, die allein, und das nur in unseren Breiten,
den "geistigsten" Wein der Erde hervorbringt. Dass es zum besten Wein
der Welt noch eines einzigartigen Klimas bedurfte, versteht sich von
selbst - und des Taunusschiefer-Bodens, der die Wärme gut speichert
und sie nachts von unten gegen die Weinstöcke abstrahlt.
Ohne jenen uralten Knacks in der Erdkruste entlang des gesamten Taunussüdrandes
wären wir des besten Weins der Welt verlustig gegangen, hätte
es doch kein Absinken des Oberrheingrabens bis just an diese Stelle
gegeben, keine Emporhebung des Hauptkamms mit seinen geschieferten Südhängen.
Dieser Knacks brachte aber auch das zweite flüssige Taunus-Standbein
zu Tage, die heilsamen Wässer. Denn es ist genau diese 70 km lange
Bruchzone, in deren Klüften die Wasser aus dem Erdinneren Aufstiegsmöglichkeiten
finden. Unser Wandergebiet zählt über 200 heilkräftige
Quellen in rund 60 Quellorten, manche auch im Hintertaunus und an der
Lahn.
Waren die Römer mehr an den warmen Thermalquellen interessiert
wie z.B. Wiesbaden (bis 66° C), so das Mittelalter mehr an den Mineralquellen,
wobei die Salzgewinnung im Vordergrund stand und so manche landesherrliche
Kasse füllte. Bad Soden hat diese Nutzung noch im Namen, aber auch
in Homburg und andernorts wurde zunächst nur Salz gesotten, bevor
man den gesundheitlichen Wert der im Wasser gelösten Mineralien
erkannte. Den Anfang machte Schwalbach, dessen Wasser seit 1568 in ganz
Europa verschickt wurde, später wurde Selters unter den Versandwässern
geradezu zum Gattungsbegriff für die sprudelnde Sommerfrische aus
der Flasche. Nicht vergessen sei auch das Fachinger von der Lahn als
Inbegriff eines medizinischen Heilwassers mit besonders hohem Mineralgehalt.
Als man sich vom 30-jährigen Krieg allmählich erholt hatte,
schossen nach und nach die Kurbäder aus dem Boden bei den Quellen,
denen der wackere Gerning natürlich auch manchen Vers gewidmet
hatte:
Taunus! dich fey´re mein Lied, fey´re die heilenden Quellen,
Die mit verjüngender Kraft fließen aus deinem Geklüft.
Im 19. Jahrhundert waren die Taunusbäder ein Anziehungspunkt ersten
Ranges, insbesondere für den europäischen Adel, so daß
sich die hohe Politik in den Sommermonaten geradezu in die "Weltbäder"
am Taunusrand verlagerte, als da insbesondere waren Homburg, Wiesbaden
und Ems ("Emser Depeche").
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Kelten, Römer & Barbaren
Auf fast der Hälfte unserer Wanderungen treffen wir auf Reste
des Limes (lat. "Grenze, Grenzweg"), eine 548 km lange römische
Grenzanlage zwischen Neuwied (Koblenz) und Regensburg, die über
gut 100 km quer durch den heutigen Taunus verlief.
Dieses "größte Kulturdenkmal Europas" war auf dem Hochtaunus
begonnen worden, dessen Kamm sich als natürliche Grenzlinie anbot,
als Kaiser Domitian während der Chatten-Kriege (83-85 n.Chr.) Schneisen
in die Wälder schlagen und einen Postenweg anlegen ließ,
um die Flanke der römischen Vormarschstrasse entlang des Taunus
zu sichern. Anfangs nur ein Kontrollweg mit Holztürmen, zwischen
denen Sichtverbindung bestand, wurde bald eine Palisade aus Holzstämmen
vorgebaut, um die Grenzdurchgänge zu beschränken. Um 150 n.Chr.
wurden die Holz- durch Steintürme ersetzt, später zwischen
Kontrollweg und Holzmauer noch Graben und Wall eingezogen (Rekonstruktionen
s. Wanderungen 4; 19). Alle 15-20 km - an sensiblen Stellen noch dichter
- wurden größere Truppenlager angelegt, dazwischen ggf. Stützpunkte
mit bis zu mehreren Dutzend Mann Besatzung. Bei Angriffen eilten Signale
von Turm zu Turm zum nächsten Kastell und im Notfall darüber
hinaus. Kam im Taunus z.B. die Saalburg-Kohorte (500 Mann) in Bedrängnis,
wurde die schnelle Eingreiftruppe (1.000 Reiter) in Echzell/Wetterau
alarmiert, in größerer Bedrängnis auch die Mainzer Legion
(6.000 Mann).
Obwohl völkerrechtlich verbindliche Grenze zwischen dem römischen
Weltreich und den Germanengebieten, war der Limes mehr als Wirtschaftsgrenze
denn als undurchlässige Sperre und strategische Verteidigungslinie
konzipiert wie die chinesische Mauer z.B. Sechs Generationen hatte es
in Wetterau und Goldenem Grund einen blühenden römischen Wirtschaftsraum
gegeben, der durch dieses Annäherungshindernis mit kontrollierten
Durchgängen für Menschen und Waren vor der Begehrlichkeit
der Germanenverbände geschützt wurde. Erst als es zu immer
konzentrierteren Angriffen kam, zogen sich die Römer 260 n.Chr.
endgültig hinter den Rhein zurück.
Auf der zur Main-Ebene hin liegende Sonnenseite des Taunus-Hauptkamms
entstanden um 800 v. Chr. die ersten größeren Fliehburgen.
Als "Volk" werden dann erstmals die Kelten greifbar, die seit etwa 400
v. Chr. zahlreiche Höhen mit Ringwällen sicherten, darunter
mit dem Altkönig den dritthöchsten Taunusgipfel (798 m). Einige
der Fliehburgen wurden später zu befestigten Stadtanlagen ausgebaut
(Wanderungen 3; 8; 9), deren Mauern bis zu 6 m hoch und 4 m breit waren.
Warum sind davon aber nur noch meist eher flache Geröllwälle
zu sehen, während doch die rund tausend Jahre älteren "zyklopischen"
Mauern Mykenes und Troias z.T. noch in beachtlicher Höhe stehen?
Weil die Kelten nicht so massiv bauten, sondern letztlich den guten
alten Erdwall ums Stammeslager immer mehr perfektionierten. Als sie
ihre größer werdenden Siedlungen durch eine senkrechte Steinfront
besser sichern wollten, setzten sie die Mauer einfach vor den Wall und
füllten den Zwischenraum mit Erde und Geröll auf. Außenpfosten
aus bis zu 6 m hohen Baumstämmen stützten das Ganze ab, hölzerne
Queranker ins Siedlungsinnere wirkten dem Druck des Mauerkerns (Wall)
entgegen. In der entwickeltsten Form wurden die Queranker durch eine
zweite Pfostenreihe mit Mauer gehalten, so daß sich quasi ein
Kasten ergab, der mit Erde und Geröll aufgefüllt wurde. Dieser
Mauerkern floss auseinander, als die Siedlungen aufgegeben wurden und
die Holzanteile der Konstruktion allmählich verfaulten.
Als die Römer in den Taunus vordrangen, fanden sie schon nur noch
Ruinen vor, obwohl die Kelten erst seit ein-, zweihundert Jahren von
den Germanen verdrängt worden waren. Die hatten sich aber nicht
für die verlassenen Höhensiedlungen interessiert, weil sie
in ihren lockeren Stammesverbänden eine eher unstete, mobile Lebensweise
pflegten - also offenbar noch nichts von "german Gemütlichkeit"
hielten...
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